Bulla Regia war vor dem Einzug der
Römer eine bedeutende Stadt des numidischen Königreiches. Unter römischer
Herrschaft entwickelte es sich zum landwirtschaftlichen Zentrum der Region (vor
allem für Getreide- und Olivenanbau) und zählte bald zu den reichsten und
prächtigsten Städten der römischen Provinz Africa.
Die eindruckvollsten Bauten entstanden
im 2.Jhn.Chr. Der Zerfall des römischen Reiches und die unruhigen Zeiten
während der byzantinischen Herrschaft brachten den Niedergang.
Spätestens mit der arabischen Eroberung
im 7.Jh. geriet Bulla Regia in Vergessenheit. Erdbeben beschleunigten den
Verfall.
Der grosse Numidenkönig Massinissa
eroberte um 150 v.Chr. von den Karthagern das obere fruchtbare Medjerdatal und
gründete zu Füssen des Djemel Chemtou die Siedlung Simitthus. Auf der Bergkuppe
entstand ein monumentales Heiligtum, für dessen Bau der an Ort und Stelle
vorhandene Marmor verwendet wurde. Den nachfolgenden Römern gefiel dieses edle
Material; sie erweiterten das Heiligtum, weihten es ihrem Gott Saturn und
machten Simitthus in der Folgezeit mit Hilfe eines Heeres von Sklaven und
Zwangsarbeitern zum grössten Marmorsteinbruch Nordafrikas.
In gebührendem Abstand zu ihrer
Wohnstadt entstand eine grosse Arbeitersiedlung sowie eine Fabrik, in der
Gebrauchs- und Ziergegenstände aus Marmor gefertigt wurden. Der fein geäderte,
gelbe Marmor Numidicum wurde zu einem der kostbarsten und begehrtesten
Baustoffe der Antike, der bis in die entferntesten Gebiete des römischen
Weltreiches transportiert wurde.
Im Jahr 1970 begann in Chemtou eine
deutsch-tunesische Gemeinschaftsgrabung. Schwerpunkt der archäologischen
Arbeiten sind die Erforschung antiker Abbau- und Verarbeitungstechniken,
Lebens- und Verwaltungsformen.
Tukka (steiler Fels) hatte sich bereits
unter der Herrschaft des Numidenkönigs Massinissa (208-149 v.Chr.) zu einer
bedeutenden, befestigten Stadt entwickelt. 46 v.Chr.wurde es Teil von „Africa Nova“ römisch.
Unterhalb des numidischen Ortes entstand zunächst nur eine Veteranensiedlung.
Mit zunehmender Romanisierung und Besiedlung wuchsen die Ortsteile zusammen. Stadtzentrum
mit Forum und Markt stammen aus dem 1.Jh.n.Chr.Wohlhabende Bürger stifteten prachtvolle Bauten, Tempelanlagen, Theater
und Kapitol, Triumphbögen und herrliche Villen kamen im 2. und 3.Jh. dazu. Im
Jahr 205 n.Chr.erhielt Thugga
Municipiumsrecht, 261 wurde es zur Colonia erhoben.
Die Stadt war mit inzwischen 25 000
Einwohnern Zentrum eines bedeutenden Landwirtschaftsgebiets. Ab dem 4.Jh. ging
es jedoch abwärts. Der Verfall des Römischen Reichsund schliesslich der Einfall der Vandalen
besiegelte das Schicksal der Stadt. Die Byzantiner bauten im 6.Jh.rings um Kapitol und Forum eine
Festungsanlage, doch nur wenige Bewohner verblieben während der folgenden
Jahrhunderte in der allmählich verfallenen Stadt. Erst der Zuzug maurischer
Flüchtlinge brachte Anfang des 17.Jh. wieder ein wenig Leben in die Mauern und
verhalf dem seit der Römerzeit brachliegenden Olivenanbau zu neuem Aufschwung.
1883 begannen französische Archäologen
mit den ersten Ausgrabungen.. Die antike Stadt war weitgehend verschüttet und
mit neuen Häusern überbaut, so das im Jahre 1963 die letzten Bewohner in das
neue Dorf Dougga unterhalb der Ruinenstätte umgesiedelt wurden.
Besichtigungen:
Theater, Gruft, Victoriakirche,
Saturntempel, Dolmen, Numid. Stadtmauer, Minervatempel, Circus, Aquädukt,
Ain-Mizeb-Zisterne, Quelle, Ain-el-Hammam-Zisterne, Juno-Caelestis-Tempel,
Alexander-Severus-Bogen, Kapitol, Merkurtempel, Tempel der Pietas Augusta,
Platz der Windrose, Marktplatz, Byzant. Festung, Forum, Maison du Riche,
Sklavenmarkt, Linciniusthermen, Concordia-Liber-Tempel, Odeon,
Septimus-Severus-Bogen, Zyklopenthermen, Latrine, Haus des Trifolium, untere
Zisterne, Sommerthermen, Punisches Mausoleum
El Djem
Unter Julius Cäsar wurde um 46 v.Chr. inmitten einer
fruchtbaren Agrarlandschaft die Römerstadt Thysdrus gegründet. Vor allem der
Olivenanbau brachte Wachstum, Wohlstand und schliesslich die Erhebung zur
Colonia. Etwa ums Jahr 230 entstand zusâtzlich zu einem zu klein gewordenen
Theater das grosse Amphitheater für die inzwischen rund
30 000 Einwohner zählende Stadt. Im Jahr 238 rebellierten
aufgebrachte Grossgrundbesitzer von Thysdrus gegen die Wiedereinführung einer
Ölsteuer, lynchten den Steuergesandten des damaligen Kaisers Maximinus und
riefen den 80-jährigen, senilen Gordianus als Gegenkaiser aus. Maximinus ging
erfolgreich gegen diesen Aufstand vor. Thysdrus wurde niedergebrannt und
geplündert; der Sohn von Gordianus kam dabei um. Obwohl bald auch Maximinus
ermordet wurde – und spâter Triumph – ein Enkel Gordianus den Thron bestieg,
erlangte Thysdrus nie mehr seine frühere Grösse und Bedeutung.
Besichtigungen:
Röm.
Amphitheater, Archäologisches Museum
Karthago
Als Gründungsdatum Karthagos gilt das
Jahr 814 v.Chr. Nach der Legende soll damals die phönizische Prinzessin Elissa
(Dido) mit Gefolge von Tyros kommend hier mit ihren Boten angelegt haben. Man
gestattete ihr, soviel Land in Besitz zu nehmen, „wie eine Ochsenhaut
umspannt“, worauf die clevere Elissa eine solche zu feinsten Streifen schnitt
und so ein beachtliches Gebiet rings um den Byrsa-Hügel umschliessen konnte.
So entstand in der Folgezeit Quart
Hadasht, die „neue Hauptstadt“ der Phönizier. Erst später unter den Römern
wurde die Stadt in Karthago umgetauft. Die Lage war Strategisch günstig: man
besas einen Kriegshafen sowie einen Handelshafen. Die Stadt wurde immer weiter
ausgebaut und entwickelte sich schliesslich zur Führungsmacht über Nordafrika.
Während der drei punischen Kriege wurde
die Stadt durch die Römer im Jahre 146 v.Chr. bis auf die Grundmauern
zerstört.. Etwa hundert Jahre später begannen die Römer unter Kaiser Augustus
Karthago wieder auf zu bauen., welche schliesslich zur Hauptstadt der römischen
Provinz Afrika wurde. Bis zum Zerfall des römischen Reiches zählte Karthago zu
einer der grössten und bedeutendsten Städte im Mittelmeer.
Bei Einmarsch der Araber Ende des 7.Jh.
wurde Karthago erneut völlig zerstört und diente danach jahrhundertlang als
Steinbruch.
Heute ist Karthago ein hübscher
Villenort, eine Adresse nicht nur für wohlhabende Tunesier, sondern auch
Standort des Präsidentenpalast.
Ausgrabungen, archäologische
Forschungen und Massnahmen zur Erhaltung der Antiken Stätten begannen bereits
Ende des 19. Jh. und sind bis heute nicht abgeschlossen.
1978 wurde Karthago in die Liste der
„Kulturgüter der Menschheit“ aufgenommen und 1985 in Zusammenarbeit mit der
UNESCO die Schaffung eines „Nationalparks Karthago – Sidi Bou Said“
beschlossen.
Besichtigungen:
Basilika St.
Cyprian, Basilika Damous el Karita, Zisternen von La Malga, Amphitheater,
Gargilius Thermen, Römisches Theater, Röm. Villenvirtel, Archäolog. Park mit
Antonius-Pius-Thermen, Kathedrale, Bysra Hügel, Punisches Viertel und Museum,
Quartier Magon, Römisches u. frühchristliches Museum, Zirkus, Punischer
Kriegshafen, Meereskunde-Museum, Punischer Handelshafen, Tophet
Makthar
Als alte, schon seit dem 3.Jh.V.Chr.
bestehende numidische Siedlung entwickelte sich Mactaris unter dem numidischen
Herrscher Massinissa zu einem wichtigen Handelsort. 46.v.Chr. hielten die Römer
Einzug, im Jahr
180 n.Chr. wurde Mactaris zur Colonia
erhoben.
Als bedeutender Umschlagplatz
landwirtschaftlicher Produkte kam die Stadt zu Reichtum und Wohlstand. Diese
Blütezeit wurde im 3.Jh. unterbrochen. Wegen Beteiligung am Gordianus-Aufstand
im Jahr 238 wurde Mactaris teilweise zerstört, später jedoch wieder aufgebaut.
Nach einer längeren Erholungsphase kamen die Vandalen. In der folgenden Zeit
bauten die Byzantiner Mactaris zu einer wichtigen Festung aus. Obwohl die Stadt
die arabische Invasion gut überstanden hatte, verlor sie in den folgenden
Jahrhunderten zunehmend an Bedeutung, viele Bewohner zogen fort.
Aus Furcht vor den anrückenden Beni
Hilal wurde die Stadt im 11.Jh. schliesslich entgültig verlassen.
Schola der
Juvenes, Megalithgrab, Bacchus-Tempel, Mausoleum
Sbeitla
Reichlich Wasser aus den nahen Bergen,
fruchtbares Umland und Kreuzungspunkt wichtiger Verkehrswege waren vermutlich
die Hauptgründe für die Errichtung der römischen Siedlung Sufetula gegen Ende
des 1.Jh.n.Chr. Vor allem durch intensiven Anbau und Handel mit Getreide und
Oliven erhielt der Ort bald einen starken Aufschwung. Sufetula erhielt den rang
einer Colonia und zählte mit annähernd 10 000 Einwohnern während seiner
Blütezeit zu den bedeutendsten Städten der Provinz Africa.
Mit zunehmenden Einfluss des
Christentums entstand im 4. und 5.Jh. ein religiöses Zentrum mit mehreren
Kirchen. In byzantinischer Zeit wurde Sufetula zu einer wichtigen
Verteidigungsbastion gegen berberische Angriffe aus dem Hinterland. In der
Mitte des 7.Jh. zerstörten arabische Eroberer die Stadt, wovon sie sich nie
wieder erholen konnte und schliesslich aufgegeben wurde.
Bislang wurde ein etwa 50 Hektar
umfassendes Gelände freigelegt; ein Grossteil der antiken Stadt liegt noch
immer unter der Erde.
Besichtigungen:
Museum, Römerstrasse nach Hadrumetum, Triumphbogen des
Diokletian, byzantin. Fort, Ölpresse, byzantin. Kirche, Thermen, Zisterne,
Palästra, Theater, Brunnenhaus, Servuskirche, Torbogen, Forum, Kapitol, Kirche,
Bellatorkirche, Jucunduskapelle, Taufkapelle, Vitaliskirche, Villa der
Jahreszeiten, Tempel, Stadttor, Honoriuskirche, Amphitheater, Aquäduktreste
Thuburbo Majus
Die Berbersiedlung Thuburbo entwickelte
sich bereits unter den Puniern zur bedeutenden Stadt. 27.v.Chr. gründete Kaiser
Augustus hier eine Kolonie für seine Kriegsveteranen. Die auf einer Anhöhe
inmitten einer fruchtbaren Region gelegene Siedlung wurde in der Folgezeit zu
einem wichtigen Handelsplatz an der route Karthago – Hadrumetum (Sousse),
erhielt
128 n.Chr. unter Kaiser Hadrian
Stadtrecht und wurde schliesslich zur Colonia Aurelia Commoda erhoben. Die
bedeutendsten Baureste stammen aus dem 2. und 3.Jh.n.Chr., der Blütezeit von
Thuburbo Majus, das damals um die 8 000 Einwohner zählte. Der Einfall der
Vandalen im 5.Jh. setzte der Stadt hart zu, die nachfolgenden Byzantiner
zeigten wenig Interesse an der Erhaltung, und nach der arabischen Eroberung
verfiel die Stadt und geriet in Vergessenheit.
Die Phönizier gingen hier etwa 1100
Jahre v.Chr. vor Anker und gründeten (knapp 300 Jahre vor Karthago) ihre erste
Handelsniederlassung in Nordafrika mit einem wichtigen Hafen.
Im 3. Punischen Krieg schlug sich Utica
– im Gegensatz zu Karthago – rechtzeitig auf der Seite Roms und entging so der
Zerstörung. Es stieg auf zur Hauptstadt der neuen römischen Provinz Africa, bis
später das wiederaufgebaute Karthago diesen Rang übernahm. Auch dann blieb
Utica zunâchst ein wichtiger Handelshafen, der aber durch die
Schlammablagerungen des Medjerdaflusses mehr und mehr verlandete und im
ausgehenden 4.Jh. unbrauchbar wurde. Die Städte, ursprünglich auf einer
Halbinsel, zum Teil sogar auf einer Insel errichtet, liegt heute rund 10 km im
Inland.
Nach dem Einfall der Vandalen und den
Zerstörungen durch arabische Eroberer wurde die Stadt aufgegeben.
Bisher hat man lediglich einige der
höher gelegenen Bauten des römischen Villenviertels und Teile der punischen
Nekropole freigelegt. Der Grossteil des alten Utica ruht noch tief unter dem
Boden, beerdigt von tausendjährigen Schlammschichten.
Besichtigungen:
Museum, Maison de la Cascade, punische
Nekropole, Thermen
Volksfeste und Events
Festival der Medina (Ramadan)
Ein jedes
Jahr im Fastenmonat Ramadan stattfindendes internationales Festival.
Die
internationalen Veranstaltungen, hauptsächlich Musik- und Tanzdarbietungen,
finden in einem authentischen, stilvollen Rahmen der traditionellen Altstadt
statt.
Festival der Bergoasen (März)
Mit diesen
Festspielen wird versucht, auf traditionsreiche Kultur des weiten Südens, einer
Bevölkerung am Rande der Sahara hinzuweisen:
Folkloristische
Gesangsdarbietungen und Fantasias.
Internationales Festival der “Ksours” (April)
Eine
Attraktion von unschätzbarem Wert ist das Festival der Ksour-Dörfer.
Das Festival
erweckt die alten Berbersitten zu neuem Leben und die Dörfer werden erfüllt vom
Klang der Hochzeitsfeiern und Fantasias.
Orangenfest in Hammamet (April)
Dieses
Blumenfest zelebriert die fruchtbaren Böden des Cap Bon, die zirka 80% der
Zitrusfrüchteernte liefern.
Orangenblütenwasser
wird destilliert und anlässlich des Festivals auch verkauft.
Die Pilgerfahrt zur Synagoge El Ghriba auf Djerba
(Mai)
In dieser 9
km von Houmt Souk entfernt gelegene Synagoge, die älteste in Afrika, beginnt
jährlich, 33 Tage nach dem jüdischen Osterfest, eine viertägige Zeremonie.
Daran nehmen jüdische Pilger aus aller Welt teil.
Festival des arabischen
Pferdes in Meknessi – Sidi-Bou-Zid (Juni)
Es findet in
der kleinen Stadt Meknessi statt. Man hat die Möglichkeit einer Vorführung der
besten Pferde und Reitschulen beizuwohnen, die ihre Wurzeln im
sozial-religiösen Erbe des Maghrebs von grösster Bedeutung findet.
Falken - Festival von El Haouria auf dem Cap Bon (Juni)
Von der 393 m
hohen Landzunge dieses Dorfes glaubt man bei guten Wetterbedingungen Sizilien
zu erkennen.
Hier dienten
die römischen Steinbrüche zum Bau von El Djem, Karthago und anderen Städten.
Die Bewohner
des kleinen Dorfes praktizieren ab April die Falkenjagd.
Das Fest des
Falken findet im Juni statt.
Jazzfestival von Tabarka (Juli)
Bis 1996 war
Tabarka, das antike Thabraca der Phönizier, für seine Korallen und seine vom
Meer ausgewaschenen Felsspitze bekannt, ebenso für seine genuesische Festung
aus dem XVI. Jahrhundert.
Heute bietet
die Stadt, neben allen Annehmlichkeiten eines grossen Ferienzentrums hohen
Standards, das “Tabarka Jazz Festival”,
das andere
Produkte ergänzt und bereichert: Naturtourismus, Wanderungen, Reitausflüge,
Wildschweinjagd, Tauchen und Besuch der naheliegenden archäologischen Stätte.
Internationales Festival der symphonischen Musik
im römischen Theater von El Djem (August)
Jedes Jahr
findet in El Djem, 50 km von Sousse entfernt, ein internationales Festival mit
klassischer Musik statt.
Das
Schauspiel ist ungewöhnlich: Mozart, Schumann, Haendel, Liszt, Bach, Gluck oder
Vivaldi, interpretiert von hervorragenden europäischen symphonischen
Orchestern, in einem sehr gut erhaltenen römischen Theater, fast so gross wie
das Kolloseum in Rom.
Internationales Festival von Karthagound
Internationales Festival von Hammamet (Juli-August)
Diese mehrere
Wochen andauernden Festivals im römischen Theater von Karthago und im
Kulturzentrum von Hammamet (Dar Sebastian) bieten Musik, Tanz- und
Theaterveranstaltungen an.
Das Ambiente
in warmen Sommernächten ist grandios.
Regatta “Routes du Jasmin”
Zwei
Mittelmeerländer Toulon in Frankreich und Bizerte nehmen an dieser sportlichen
und kulturellen Veranstaltung teil.
Film- und Theaterfestival von Karthago (Oktober)
Auf diesen
Festspielen werden neue Filme oder Theaterstücke aus Afrika, dem Mittelmeerraum
und der arabischen Welt gezeigt.
Es handelt
sich hier um das wichtigste Festival der arabischen Region mit
Podiumsdiskussionen und Seminaren.
Interationales Oasen - Festival in Tozeur (November)
Es spiegelt
den Wert wieder, den die Südbewohner auf alte Traditionen legen.
Aus dem
traditionellen Leben gegriffene Szenen: Lebenskunst in den Oasen,
althergebrachte Überlieferungen der Oasen werden zu Schauspiel verarbeitet und
sorgfältig aufgeführt: Parademarsch, Normadenkaravanen, Hochzeitszeremonien und
Fantasias.
Auch ein
Anlass der Feier der Dattelernte beizuwohnen.
Sahara - Festival in Douz (November)
Die
Saharafestspiele in Douz zählen zu den berühmtesten Festivitäten.
Sie finden seit
1967 jährlich statt und bieten Dromedarrennen, folkloristische
Gesangsdarbietungen, Fantasias, Dichterturniere und Reiterspiele an.
Beeindruckend sind die volkstümlichen Gewänder die anlässlich des Festivals angelegt werden.
Ganzjährige Festivals
Volksfeste und Events
Festival der Medina (Ramadan)
Ein jedes
Jahr im Fastenmonat Ramadan stattfindendes internationales Festival.
Die
internationalen Veranstaltungen, hauptsächlich Musik- und Tanzdarbietungen,
finden in einem authentischen, stilvollen Rahmen der traditionellen Altstadt
statt.
Festival der Bergoasen (März)
Mit diesen
Festspielen wird versucht, auf traditionsreiche Kultur des weiten Südens, einer
Bevölkerung am Rande der Sahara hinzuweisen:
Folkloristische
Gesangsdarbietungen und Fantasias.
Internationales Festival der
“Ksours” (April)
Eine
Attraktion von unschätzbarem Wert ist das Festival der Ksour-Dörfer.
Das Festival
erweckt die alten Berbersitten zu neuem Leben und die Dörfer werden erfüllt vom
Klang der Hochzeitsfeiern und Fantasias.
Orangenfest in Hammamet (April)
Dieses
Blumenfest zelebriert die fruchtbaren Böden des Cap Bon, die zirka 80% der
Zitrusfrüchteernte liefern.
Orangenblütenwasser
wird destilliert und anlässlich des Festivals auch verkauft.
Die Pilgerfahrt zur Synagoge El
Ghriba auf Djerba (Mai)
In dieser 9
km von Houmt Souk entfernt gelegene Synagoge, die älteste in Afrika, beginnt
jährlich, 33 Tage nach dem jüdischen Osterfest, eine viertägige Zeremonie.
Daran nehmen jüdische Pilger aus aller Welt teil.
Festival
des arabischen Pferdes in Meknessi – Sidi-Bou-Zid (Juni)
Es findet in
der kleinen Stadt Meknessi statt. Man hat die Möglichkeit einer Vorführung der
besten Pferde und Reitschulen beizuwohnen, die ihre Wurzeln im
sozial-religiösen Erbe des Maghrebs von grösster Bedeutung findet.
Falken
– Festival von El Haouaria auf dem Cap Bon (Juni)
Von der 393 m
hohen Landzunge dieses Dorfes glaubt man bei guten Wetterbedingungen Sizilien
zu erkennen.
Hier dienten
die römischen Steinbrüche zum Bau von El Djem, Karthago und anderen Städten.
Die Bewohner
des kleinen Dorfes praktizieren ab April die Falkenjagd.
Das Fest des
Falken findet im Juni statt.
Jazzfestival
von Tabarka (Juli)
Bis 1996 war
Tabarka, das antike Thabraca der Phönizier, für seine Korallen und seine vom
Meer ausgewaschenen Felsspitze bekannt, ebenso für seine genuesische Festung
aus dem XVI. Jahrhundert.
Heute bietet
die Stadt, neben allen Annehmlichkeiten eines grossen Ferienzentrums hohen
Standards, das “Tabarka Jazz Festival”,
das andere
Produkte ergänzt und bereichert: Naturtourismus, Wanderungen, Reitausflüge,
Wildschweinjagd, Tauchen und Besuch der naheliegenden archäologischen Stätte.
Internationales Festival der
symphonischen Musik
im römischen Theater von El Djem
(August)
Jedes Jahr
findet in El Djem, 50 km von Sousse entfernt, ein internationales Festival mit
klassischer Musik statt.
Das
Schauspiel ist ungewöhnlich: Mozart, Schumann, Haendel, Liszt, Bach, Gluck oder
Vivaldi, interpretiert von hervorragenden europäischen symphonischen
Orchestern, in einem sehr gut erhaltenen römischen Theater, fast so gross wie
das Kolloseum in Rom.
Internationales Festival von
Karthagound
Internationales Festival von
Hammamet (Juli-August)
Diese mehrere
Wochen andauernden Festivals im römischen Theater von Karthago und im
Kulturzentrum von Hammamet (Dar Sebastian) bieten Musik, Tanz- und
Theaterveranstaltungen an.
Das Ambiente
in warmen Sommernächten ist grandios.
Regatta “Routes du
Jasmin”
Zwei
Mittelmeerländer Toulon in Frankreich und Bizerte nehmen an dieser sportlichen
und kulturellen Veranstaltung teil.
Film-
und Theaterfestival von Karthago (Oktober)
Auf diesen
Festspielen werden neue Filme oder Theaterstücke aus Afrika, dem Mittelmeerraum
und der arabischen Welt gezeigt.
Es handelt
sich hier um das wichtigste Festival der arabischen Region mit
Podiumsdiskussionen und Seminaren.
Internationales
Oasen – Festival in Tozeur (November)
Es spiegelt
den Wert wieder, den die Südbewohner auf alte Traditionen legen.
Aus dem
traditionellen Leben gegriffene Szenen: Lebenskunst in den Oasen,
althergebrachte Überlieferungen der Oasen werden zu Schauspiel verarbeitet und
sorgfältig aufgeführt: Parademarsch, Normadenkaravanen, Hochzeitszeremonien und
Fantasias.
Auch ein
Anlass der Feier der Dattelernte beizuwohnen.
Sahara
- Festival in Douz (November)
Die
Saharafestspiele in Douz zählen zu den berühmtesten Festivitäten.
Sie finden
seit 1967 jährlich statt und bieten Dromedarrennen, folkloristische
Gesangsdarbietungen, Fantasias, Dichterturniere und Reiterspiele an.
Beeindruckend sind die volkstümlichen Gewänder die
anlässlich des Festivals angelegt werden.